Feuerwehr Münchenbernsdorf
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Unsere Einsatzfahrzeuge


Zur Zeit verfügen wir über sieben eigene Fahrzeuge sowie den ABC-Erkundungswagen (ABC-ErkKW) des Landkreises Greiz im Rahmen des Gefahrgutzuges und einen Einsatzleitwagen (ELW1).

 

Mit unserem ELW können wir örtliche und auch landkreisübergreifende Einsätze bewältigen. Das Fahrzeug ist mit Computern mit Internetzugang, einer Wärmebildkamera, Mobilfunktelefonen, einem Gasmessgerät und weiteren Arbeitsmitteln, die für Einsatzleiter notwendig sind, ausgestattet. Der ELW ist so eine Art fahrendes Büro für Einsatzleiter, damit diese jederzeit einen vollständigen Überblick über die Lage und die Einsatzkräfte besitzen. Vorallem bei größeren Einsätzen, wie zum Beispiel Katastrophen- oder Gefahrguteinsätzen sind solche Einsatzfahrzeuge unerlässlich.


Der ABC-ErkKW ist ein Fiat Ducato und befindet sich seit 2002 in unserem Dienst. Die mitgeführten Geräte dieses Fahrzeuges dienen zum Messen, Spüren und Melden radioaktiver und chemischer Kontamina-tionen. Zum Schutz der Kameraden werden vier CSA mitgeführt. Eine befestigte Computereinheit kann während der Fahrt Messungen durchführen und gleich vor Ort auswerten. Des Weiteren können wir mit einem Spezialgerät (Ex-Meter) die Explosionsgefahr bei Bränden messen. Ein Probenahmesatz ermöglicht uns die Entnahme von Gewässer- oder Bodenproben für eine Laboranalyse.


Unser Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Fiat Ducato aus dem Jahr 1997, transportiert nachrückende Kameraden und Material zur Einsatz-stelle. Der MTW ist mit zwei verschiedenen Funkgeräten mit unterschiedlichen Frequenzen ausgestattet: zum einem mit einem 4-Meter Funkgerät (Funkverkehr mit der Leitstelle) und zum anderen mit einem tragbaren 2-Meter Funkgerät (Funkverkehr der Kameraden untereinander).


 

Der Vorausrüstwagen (VRW) ist ein Fahrzeug zum Bereitstellen von Geräten für die technische Hilfeleistung. Es handelt sich ebenfalls um einen Fiat Ducato, welchen wir seit 2002 nutzen. Auch dieses Fahrzeug besitzt beide Funkgerätetypen. Es befinden sich Ölbindemittel und Absperrmaterial sowie ein Stromaggregat, ein Feuerlöscher und eine Motorkettensäge an Bord. Ein hydraulisches Rettungsgerät mit Schere und Spreizer zum Öffnen von verunfallten Fahrzeugen zur Rettung bzw. Bergung von Personen und ein Hebekissen zum Heben von Unfallwagen ist ebenfalls vorhanden.


Unser Löschgruppenfahrzeug (LF) 16 mit Tragkraft-spritze (TS), ein LKW Mercedes Benz, welcher bereits seit 1992 unserer Wehr angehört, hat eine festinstallierte Vorbaukreiselpumpe mit einer Pumpleistung von 1600l pro Minute sowie eine TS 8 mit einer Pumpleistung von 800l pro Minute. Eine TS ist eine Pumpe, welche nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden ist und somit herausgenommen und an einer anderen Stelle betrieben werden kann. Außerdem ist das LF mit A-Saugschläuchen zum Ansaugen von Wasser aus einem Teich oder Bach sowie mit B- und C-Druckschläuchen für die Wasserversorgung ausgerüstet. Dazu befinden sich Strahlrohre (für einen Wasserstrahl) und ein Schaumrohr mit Schaumbildner in Kanistern (zum Löschen mit Schaum) auf dem Fahrzeug. Weiterhin sind Atemschutzgeräte mit Reserveflaschen für Brandeinsätze sowie ein Schlauchboot untergebracht.


Das Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25, ein LKW Iveco aus dem Jahr 1996, besitzt einen Tank über 2400l Wasser sowie 120l Schaumbildner in Kanistern. Die Kreiselpumpe im Heck des Fahrzeuges fördert 1600l Wasser pro Minute. Wie auch beim LF 16 umfasst die Beladung mehrere A-Saugschläuche sowie B- und C- Druckschläuche, Strahlrohre und ein Schaumrohr sowie Atemschutzgeräte mit Reserveflaschen. Eine Besonderheit auf diesem Fahrzeug ist eine Schnellangriffseinrichtung, denn hierbei ist ein Druckschlauch direkt an der Pumpe angeschlossen, welcher auf einer Haspel aufgerollt und im Einsatzfall schnell bereit ist. Meist wird der Schnellangriff bei kleinen Bränden wie Auto- oder Containerbränden genutzt. Weiterhin befinden sich ein großer hydraulischer Rettungssatz mit Schere und Spreizer sowie ein Stromaggregat und ein Trennschleifer auf dem Fahrzeug. Darüber hinaus ist es mit Beleuchtungsmaterial, Absperrmaterial und Hitzeschutzanzügen bestückt. Aufgrund seiner vielseitigen Ausstattung rückt das TLF fast bei jedem Einsatz aus.


Die Drehleiter mit Korb (DLK) 18/12, ein LKW vom Typ lveco, Baujahr 2006, hat eine maximale Nennrettungshöhe von 18 Metern bei 12 Meter Auslage. Die Leiter wird vom Hauptbedienstand am Drehkranz gesteuert. Ein zusätzliches Bedienfeld ist im Korb angebracht, um diesen genau zu positionieren. Es können drei Personen bei einer maximalen Beladung von 270 kg im Korb Platz finden. Ein Monitor, welcher 1000l Wasser pro Minute fördert, kann ebenfalls an den Korb angebracht werden. Ein Monitor ist ein Wasserwerfer, welcher eine große Reichweite besitzt und bei größeren Bränden zum Einsatz kommt. Da die Leiter vor allem bei der Rettung von Personen aus großen Höhen genutzt wird, kann eine Krankentrage am Korb montiert werden. Weiterhin befinden sich Sanitätszeug, B- und C-Druckschläuche sowie Strahlrohre, Atemschutzgeräte, ein Feuerlöscher, Sicherheitsleinen und eine Beleuchtungsausrüstung mit 1000 Watt-Strahlern an Bord. Da die Drehleiter auch zumEntfernen von abstürzenden Ästen bzw. Bäumen genutzt wird, befinden sich eine Kettensäge sowie mehrere Schnittschutzhosen im Fahrzeug.

 

Daneben nutzen wir noch unser TLF 16/25, ein LKW W50 Baujahr 1977. Er besitzt einen Tank mit 2000l Wasser und hat 500l Schaumbildner dabei, welcher direkt dem Wasser aus dem Wassertank zugemischt werden kann. Die integrierte Kreiselpumpe fördert 1600l Wasser pro Minute. Ein großer Vorteil dieses Fahrzeuges ist der Wasserwerfer auf dem Dach, welcher für großflächige Brände besonders geeignet ist. Aufgrund seines Alters wird der TLF nur noch selten für Einsätze genutzt.



Das LF 8, ein LKW LO 2008 aus dem Baujahr 1983, wird heute noch als reines Transportfahrzeug zur Nachlieferung von Einsatzmitteln genutzt. Der LO ist sehr gut einsetzbar in unwegsamen Gelände, wofür er auch heute noch selbst von den Wehren der alten Bundesländer geschätzt wird. Er ist mit einer Vorbaukreiselpumpe ausgerüstet, welche unter der Motorhaube versteckt ist.